Wanderpass Challenge: Peter Wiechenthaler Hütte

Vor fünf Jahren wäre ich diese Wanderung zur Peter Wiechenthaler Hütte noch nicht so souverän gewandert. Mit den 900 zu bewältigten Höhenmetern hatte ich viel Respekt vor dieser Wanderung. Vermutlich deshalb, weil ich noch wenig Bergerfahrung hatte. Dies hat sich inzwischen geändert und so ist die Hütte zu einem Fixpunkt eines jeden Wanderherbsts für mich geworden. Gut, dass man auch dort einen Stempel für die Wanderpass Challenge findet.

Hoch über Saalfelden

Auf 1.752 m thront am Kienalkopf die Peter Wiechenthaler Hütte über Saalfelden. Man kann sie schon vom Tal aus sehen und man weiß schon da, dass der Ausblick von oben einfach wundervoll sein wird. Die Wanderung ist mit einer Wegzeit von ca. zweieinhalb Stunden angezeichnet, die man als normaler Wanderer auch einplanen sollte. Es gibt natürlich - wie immer bei uns - viele Wanderwege, die zur Hütte führen. Ich bin den von uns empfohlenen gegangen, der beim Parkplatz in Bachwinkl startet. Im Sommer empfiehlt es sich schon früh in den Morgenstunden zu starten, denn der zweite Teil der Wanderung ist bereits über der Waldgrenze und da kann es sehr heiß werden, wenn man in die Mittagshitze kommt. Im Herbst kann man ruhig etwas später starten.

Der Start der Wanderung

Ich bin an diesem wunderschönen Samstag Ende September um 8:30 Uhr beim Ausgangspunkt meiner Wanderung angekommen. Die Wanderung geht stets bergauf. Die erste Hälfte verläuft durch den Wald. Manchmal sieht man durch die Bäume schon das Saalfeldener Becken und im Hintergrund die Hohen Tauern. Die Sonne blinzelt durch die Äste und Blätter und es verspricht ein genialer Wandertag zu werden.

Der zweite Teil

Nach ca. einer Stunde erreicht man den Kreuzweg. Hier führen die verschiedenen Wanderwege zusammen und teilen sich wieder auf. Von hier weg kann man entweder über den klassischen Weg weitergehen oder auch über die Schattseite oder den Jagasteig. Für den Aufstieg entscheide ich mich für den klassischen Weg, da er einfach die besten Ausblicke parat hält. Ab diesem Punkt lässt man bald den schützenden Wald hinter sich und das Saalfeldener Becken, der Zeller See und Leogang liegen einem zu Füßen.

Ich bin wegen der Aussicht hier...

Diese Wanderung zahlt sich besonders an schönen Tagen aus, denn ich erwähne die wunderbare Aussicht nicht ganz ohne Grund andauernd. Besonders im Herbst hat man eine glasklare Weitsicht. Der Blick reicht vom Saalfeldener Becken und der Schwalbenwand, über den Zeller See, die Schmittenhöhe bis zurück zum Kitzsteinhorn. Blickt man weiter Richtung Westen sieht man den Biberg, Leogang mit dem Asitz, dem Spielberhorn und die Leoganger Steinberge.

... und wegen dem Essen!

Die Hüttenwirtin Christiane und ihr Team sorgen dafür, dass auch das leibliche Wohl nach der Anstrengung nicht zu kurz kommt. Ich belohnte mich mit einer Portion Spiegelei mit Speck und als Nachspeise mit Wuchteln mit Vanillesauce. Und was soll ich sagen: Am Berg schmeckt's halt einfach am Besten!

Auf der Peter Wiechenthaler Hütte kann man auch Übernachten. Wer also einmal einen atemberaubenden Sonnenauf- und untergang in den Bergen erleben möchte, ist hier goldrichtig!

Kristina

Und fast hätte ich es vergessen!

Bevor es für mich wieder runter ins Tal geht, hole ich mir noch schnell den Stempel für meinen Wanderpass. Er schaut jetzt schon recht gut aus, was denkt ihr? :-)