Am Dienstag, dem 3. November 2026, stand der Kirchenwirt in Leogang ganz im Zeichen der jahrhundertealten österreichischen Wirtshauskultur. Gemeinsam mit der Familie Gröller vom historischen Hotel Post am See in Traunkirchen wurde ein besonderer Meilenstein gefeiert, der die lange Geschichte und die gelebte Gastfreundschaft zweier geschichtsträchtiger Häuser verbindet.
Der Kirchenwirt in Leogang kann auf eine Wirtshausgeschichte zurückblicken, die bis ins Jahr 1326 reicht. Damit zählt das historische Haus zu den ältesten Gasthäusern im SalzburgerLand und steht für 700 Jahre gelebte Gastlichkeit.
Ebenso das Hotel Post am See in Traunkirchen in Oberösterreich ist seit seiner Gründung im Jahr 1327 eng mit der österreichischen Wirtshaustradition verbunden. Gemeinsam vereinen die beiden Betriebe rund 1.400 Jahre Geschichte und Gastfreundschaft – ein außergewöhnlicher Anlass, der die Verbundenheit zweier Regionen über Generationen hinweg sichtbar macht.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die symbolische Fahnenübergabe von der Familie Unterrainer-Kottke, den Gastgebern des Kirchenwirts, an die Familie Gröller. Sie symbolisierte die Weitergabe einer gemeinsamen Tradition, gegenseitige Wertschätzung und das Bestreben, das kulturelle Erbe der österreichischen Wirtshaustradition auch für kommende Generationen lebendig zu halten.
„Ein Begleiter auf Zeit sein, einen Auftrag ohne Verfallsdatum, Gespür, die Seele eines Hauses der jeweiligen Zeit anzupassen und über Generationen nachhaltige Veränderungen mit Mehrwert schaffen. Dies ist eines der Rezepte ein Wirtshaus mit 700jähiger Geschichte stolz in der Jetztzeit und vorbereitet für die Zukunft zu begleiten,“ so die Gastgeberfamilie Unterrainer-Kottke.
Ein kulinarischer Rundgang durch den historischen Kirchenwirt in Leogang und dem denkmalgeschützten Samerstall ermöglichte den Gästen spannende Einblicke in die bewegte Geschichte des Hauses. Verschiedene Zeitepochen verdeutlichten, wie eng die Entwicklung des Wirtshauses mit der Geschichte der Region Saalfelden Leogang und dem gesellschaftlichen Leben verbunden ist.
Beim anschließenden Ausklang in den gemütlichen Wirtsstuben blieb Zeit für persönliche Gespräche und Begegnungen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass ein Wirtshaus weit mehr ist als ein Ort zum Essen und Trinken: Es ist ein Treffpunkt, ein Stück Heimat und ein Ort, an dem Tradition und Gastfreundschaft von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Mit der Fahnenübergabe wurde nicht nur die jahrhundertealte Geschichte zweier traditionsreicher Häuser gewürdigt, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft gesetzt. Denn die österreichische Wirtshaustradition lebt davon, Geschichte zu bewahren, Menschen zusammenzubringen und die Freude an der Gastlichkeit weiterzutragen.