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Kunst & Kultur

Die kulturbegeisterte Region Saalfelden Leogang

Inmitten des Salzburger Pinzgaus, umgeben von bodenständiger Ländlichkeit und urbanem Lifestyle, findet man Kultur zwischen Stadt und Land. Das Herzstück des kulturellen Angebotes ist das Internationale Jazzfestival Saalfelden, welches neben den Salzburger Festspielen zu den wichtigsten Kulturevents Salzburgs gehört. Das jährlich wiederkehrende Musikevent ist nach über 30 Jahren ein absoluter Fixpunkt in der Jazzszene und aus dem Eventkalender Europas gar nicht mehr wegzudenken.

Neben dem Jazzfestival beherbergt die Urlaubsregion Saalfelden Leogang aber noch eine Vielzahl an anderen kulturell-hochwertigen Veranstaltungen in der naturromantischen Kulturlandschaft: seien es die Tonspuren am Asitz, die Event-Serie @lm:KULTUR auf den umliegenden Almen oder die erfolgsgekrönten Sonderausstellungen im Museum Schloss Ritzen und im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang.

Welche kulturellen Reize die Region sonst noch zu bieten hat, finden Sie auf dieser Seite.

Attraktionen

Museum Schloss Ritzen

Museum Schloss Ritzen

1964 erwarb die Marktgemeinde Saalfelden das Schloss Ritzen mit der Absicht, in den historischen Mauern ein Heimatmuseum einzurichten. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude etappenweise renoviert, ausgebaut und die einzelnen Abteilungen mit viel Idealismus und in liebevoller Kleinarbeit vom Museumsverein gestaltet. Heute präsentiert das Museum, als eines der bedeutendsten im Lande, in 24 Abteilungen viele wertvolle Exponate über die Geschichte und das Leben der Region, Bereiche der religiösen Volkskunst, Mineralogie und Geologie.
Im Museum sind rund umdie Geschichte von Saalfelden mehrere große Themenbereiche dargestellt: Eine große Krippenausstellung, sakrale Schätze mit volkskundlichen Exponaten, die römische Wand- und Deckenmalereien von Saalfelden und die Ausstellung Gottfried Salzmann. Wechselnde Sonderausstellungen.
Öffnungszeiten:
Mai-Oktober Donnerstag bis Sonntag 11-17 Uhr; Juni, Juli, August und September Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr; Montag Ruhetag
Freier Eintritt sooft Sie wollen mit der SalzburgerLand Card

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Bergbau- und Gotikmuseum Leogang

Das Haus wurde 1593 errichtet

3.200 Jahre Bergbaugeschichte - wertvolle Mineralien - mittelalterliche Kunst: Skulpturen, Tafelbilder, exquisites Kunsthandwerk, Möbel aus der Zeit der Gotik. Mittwoch geöffnet: Die alte Schmiede in Hütten.
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober täglich (außer Montag) 10:00-17:00 Uhr
Freier Eintritt so oft Sie wollen mit der SalzburgerLand Card

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Kunsthaus Nexus

Nexus

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist das Kunsthaus Nexus fixer Bestandteil der Pinzgauer Kulturszene mit einem vielfältigen Angebot für Jung und Alt. Kino für Kids und Gschnagga-Theater für die ganz Kleinen, Clubbings und Bandcontests für die Jugend, Jazzkonzerte, Blues, Rock und Metal-Events, Ausstellungen in der Kunsthalle, Programmkino, Literatur, Vorträge, Theater und Kabarett – unser Programm lässt keine Wünsche offen.

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Der Müllerfuchs

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"Der Müllerfuchs"
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Der Mühmühlfuchs, der alt‘ geistert in Feld und Wald. Nun ist er erlöst, schläft und döst und ruhet in Frieden!
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Wenn nächtlich das riesige Antlitz eines riesigen Fuchses vom Gerstboden, im Saalfeldener Becken gelegen, strahlt, hat dies nichts mit irgendwelchen mystischen Ritualen oder religiösen Kulten zu tun. Es handelt sich hierbei im weitesten Sinne um ein Landschafts-Kultur-Projekt, das vom Architekten Ulrich Stöckl im Jahre 2009 ins Leben gerufen wurde. Der Ursprung dieses Projekts bildet eine Sage aus der Region.

Die Sage.
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Noch vor gar nicht allzu langer Zeit versetzte im Bereich des Gerstboden ein Fuchs die Bürger in Angst und Schrecken. Die Überlieferung besagt, dass diesem verschlagenen Tier die unglückliche Seele eines gotteslästernden Müllers innewohnte, die jedoch in der Gestalt des Fuchses keinen Frieden fand. „Wenn i scho nach’m Tod noch was werden soll, war i am liabsten a Fuchs, des hab i mir schon längst oft denkt!“, soll der alte Mann schon zu Lebzeiten stets betont haben. Einige Wochen lang schürte das Tier mit seinem unerträglichen und ohrenbetäubenden Gejaule große Furcht innerhalb der Bevölkerung. Um dem ganzen Grauen ein endgültiges Ende zu setzen, beschlossen motivierte Gebietsjäger, sich des Problems anzunehmen und dem listigen Fuchs bzw. der bekümmerten Seele aufzulauern. Als die Jägerschaft den Müllerfuchs beinahe erwischte, konnte dieser jedoch durch seine Schläue die Flucht ergreifen. Erst als sich die Witwe des Müllers entschloss, sich auf eine andächtige Wallfahrt nach Maria Kirchental zu begeben, nahm der Spuk ein Ende. Die Seele des Müllers wurde befreit und der Fuchs wurde nie wieder gesehen.

Das Landschafts-Kultur-Projekt.
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Ulrich Stöckls „Müllerfuchs vom Gerstboden“ ist ein sogenanntes Erdzeichen, das mithilfe eines original Pinzgauer Zaunes im Bereich des Saalfeldener Beckens verwirklicht wurde. Besonders beeindruckend ist der Anblick des – mit Neonlichtern ausgestatteten Konterfeis in klaren Nächten oberhalb der Region Saalfelden Leogang. Ob man dieses Bild vom Tal aus auf sich einwirken lässt oder ob man sich selbst zum legendären Originalschauplatz der Sage begibt, man wird durch den traditionellen Hintergrund dieses Projekts von der mystischen Wirkung des Müllerfuchses überwältigt sein. Sich dieser geheimnisvollen Atmosphäre in romantischen Nächten hinzugeben, scheint ein absolutes Muss eines Aufenthalts in Saalfelden Leogang zu sein.

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Leos Gang Art

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Der Kunst-Wanderweg wurde von einheimischen Künstlern unter der Leitung von Nicole Waltl-Piffer geschaffen. Entlang des drei Kilometer langen Rundweges am Fuße des Asitz wurden ungewöhnliche Kunstwerke geschaffen, mit denen sie sich mit ihrer Heimat und der Natur auseinandersetzten.
Wer hier wandert oder spaziert soll nicht die körperliche Betätigung in den Vordergrund stellen, sondern sich von Stress und Hektik auskoppeln und die künstlerischen Werke auf sich wirken lassen.

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Skulpturenradweg

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Der Radweg, der entlang der Massive der Leoganger und Loferer Steinberger verläuft, führt durch die Gemeinden Leogang, Hochfilzen, St. Ulrich, Waidring, St. Martin, Weissbach und Saalfelden. Ein "Einstieg" ist an jeder Stelle möglich und durch seinen Verlauf ist auch ein Zurückkehren zum Ausgangspunkt ohne doppeltes Befahren eines Teilstücks jederzeit möglich.

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Felseneinsiedelei Saalfelden

Einsiedelei Saalfelden

Felseneinsiedelei, bewohnte Klause und Palfenkapelle,
1664. Schöner Aufstieg ca. 1 Stunde ab Ort.
Eintritt frei

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Pfarrkirche Saalfelden

Pfarrkirche Saalfelden

Die Pfarre Saalfelden zählt zu den ältesten Pfarreien des Erzbistums Salzburg.

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Pfarrkirche Leogang

Pfarrkirche Leogang

1745 neu errichtet, prächtige barocke Innenausstattung.

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Schaubergwerk Leogang

Schaubergwerk Leogang

Leogang zählt zu den ältesten Bergbaustätten des SalzburgrLandes. Im Schwarzleotal finden sich Spuren des auf vorgeschichtliche zeit zurückgehenden Bergbaues. Spuren, denen Besucher im Schaubergwerk durch die wieder zugänglich gemachten mittelalterlichen Stollen folgen können.
Öffnungszeiten (Besuch nur mit FÜhrung möglich):
Mai, Juni, September, Oktober: Dienstag-Sonntag; Führung 12 und 14 Uhr
Juli und August: Führungen nach Bedarf von 10-16 Uhr.
Freier Eintritt sooft Sie wollen mit der SalzburgerLand Card

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Wienerroither-Tracht

Logo

Sie finden bei uns ganz nach Ihren Wünschen Dirndl, modische Kleider,
Sakkos für Damen und Herren, sowie auch alle Masskleidungsstücke.

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SDS Künstlerhaus

schule des sehens

SDS Künstlerhaus des Verein "schule-des-sehens.at"
Die neue "schule-des-sehens.at" bzw. das "sds künstlerhaus" ist bereits jetzt mit dem vielseitigen Angeboten, Seminaren und Workshops, zu einer gut besuchten Kreativschmiede gereift.
Arbeitsschwerpunkte: Seminare für alle Kunstinteressierten - Anfänger und Fortgeschrittene in den Bereichen: Malerei - Skulptur - Video-, Fotografie und digitalen Medien.
Der Name bzw. die "Schule des Sehens" wurde bereits 1953 von Oskar Kokoschka gegründet - daraus entwickelte sich die Internationale Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. 2009 unterstützte diese Idee auch die Stadtgemeinde Saalfelden und stellte dem Verein dazu das ehemalige Anwesen des Künstlerehepaares der Familie König zur Verfügung.

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Dieselkino Bruck/Glstr.

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Dieselkino Bruck an der Glocknerstraße
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:: vefügt über 5 Kinosäle sowie 2 Gastronomiebetriebe
:: ca. 18 km von Saalfelden entfernt

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Lichtspiele Kino Zell am See

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Lichtspiele Kino Zell am See
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:: Das Kino bietet insgesamt 312 Sitzplätze (107 davon im Balkonbereich)
:: ca. 15km von Saalfelden entfernt

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Schloss Lichtenberg

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Schloss Lichtenberg in Saalfelden
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:: gilt als das älteste, noch erhaltene Schloss der Umgebung, das Ende des 12. Jahrhunderts erbaut wurde
:: war jahrhundertelang im Besitz des Erzbischofs von Salzburg sowie auch mit Sitz des Pflegegerichts für Saalfelden
:: seit 1872 in Privatbesitz und daher öffentlich nicht zugänglich

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Schloss Farmach

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Schloss Farmach in Saalfelden
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:: wurde 1272 erstmals erwähnt und wie viele andere Schlösser auch, hat es eine sehr wechselhafte Geschichte aufzuweisen
:: nach dem Umbau 1821 - Sitz des Pflegegerichts später Bezirkgerichts und Steueramt
:: Besitz der Stadtgemeinde Saalfelden seit 1904
:: beherbergt seit der letzten Renovierung 1980 das Pflege- und Seniorenheim

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Schloss Dorfheim

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Schloss Dorfheim in Saalfelden
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Der Ursprung des Schlosses Dorfheim liegt völlig im Dunkeln.
Urkundlich ist der herrschaftliche Ansitz 1331 n. erstmals in Verbindung mit dem Vogtturm in Zell am See genannt. Dabei wurde auch bereits das Geschlecht der Hunt, Bastarden der Grafen von Plain erwähnt, die in weiterer Folge - zumindest seit 1369 - dieses Schloss Dorfheim zu ihrem Herrschaftssitz machten.
1901 durch einen Brand fast völlig zerstört, wurde es von Martin Hartl, der die Ruine 1912 erwarb, wieder aufgebaut und zu einem Bauernhof mit Mietparteien und Pächtern umfunktioniert.
Im Erdgeschoß ist ein Gastronomiebetrieb "Schloss Stüberl" eingerichtet.

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Veranstaltungen

Gullivers Reisen

Eine Theaterreise in das unbekannte, zeitgenössische Salzburg in mehreren Episoden, sehr frei nach dem Roman von Jonathan Swift Jahresprojekt zu Salzburg 20!6 zu „20 Jahre Theater ecce“

Eine Theaterreise in das unbekannte, zeitgenössische Salzburg in mehreren Episoden, sehr frei nach dem Roman von Jonathan Swift Jahresprojekt zu Salzburg 20!6 zu „20 Jahre Theater ecce“.

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Stoaberg Advent Saalfelden Leogang

"wo mia dahoam san"

Besinnlich und urgemütlich – die Adventzeit in Saalfelden Leogang Jedes Jahr, wenn es abends dunkler wird, die Temperaturen auf den Nullpunkt sinken und die ersten Schneeflocken fallen, klopft der Advent an unsere Türen.

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3 Tage Jazz 2017

von 20. - 22. Jänner 2017

Winterprogramm Museum Schloss Ritzen

Das Museum Schloss Ritzen als Regionalmuseum ist mit seinem fast 50-jährigen Bestehen eines der ältesten Museen im Pinzgau. Mit seinen vielfältigen Beständen und bedeutenden Sammlungen ist es eng mit der Geschichte von Saalfelden und der umliegenden Region verbunden. Die originalen Objekte des Museums vermitteln Authentizität – ein wichtiger Faktor im Zeitalter der Virtualität – und schaffen Identität zu ihrer Herkunft, Geschichte und der Region...

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Sonderausstellung im Bergbau- und Gotikmuseum

von 22. Dezember bis 13. April 2017

Das Museum präsentiert im Winter 2016/2017 eine Sonderausstellung zum Thema "Gotisches Kunsthandwerk"

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@lm: KULTUR - Kunst trifft Alm 2017

Juli - September 2017

Abermals werden im Rahmen des Salzburger Almsommers von Juli bis September wöchentlich Kunst- und Kulturprojekte auf den umliegenden Almen inszeniert.

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Jazzfestival Saalfelden

38. Internationales Jazzfestival Saalfelden 24. - 27. August 2017

Seit mehr als drei Jahrzehnten, immer pünktlich Ende August, eilen Musiker aus aller Welt in die 16.000 Seelenstadt um mit ihren erfrischenden und bunten Klanglandschaften die Konzerthörer zu erfreuen.

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Brauchtum

Der Jahreskreis der Pinzgauer wird immer noch vom Brauchtum geprägt. Viele Traditionsvereine, Perchtengruppen und andere sind bemüht, diese Traditionen über Generationen zu erhalten.

  • Der Lichtmesstag am 2. Februar war früher im bäuerlichen Leben ein wichtiger Feiertag. Er war der große bäuerliche Zahltag des Jahres, denn früher war es nicht üblich, Dienstboten monatlich auszuzahlen.
  • Am Karsamstag richteten die Buben schon lange vor Ostern das Osterholz her, um am Karsamstag das geweihte Feuer nach Hause zu bringen. Es war eine Ehre, dieses Holz noch brennend oder wenigstens glimmend in das Heimathaus zu bringen.
  • Der Palmbaum wurde am First des Hauses verwahrt. Bei drohendem Gewinner wurde ein Stück verbrannt, um vor Unwetter verschont zu bleiben.
  • Uralt ist auch der Brauch des Abbrennens der Sonnwendfeuer, der auch noch heute immer pünktlich in der kürzesten Nacht des Jahres durchgeführt wird. Der Brauch des Feuerbrennens ist eigentlich heidnischen Ursprungs. Die Lichter sollten das Sonnenlicht beschwören, Wachstum und Fruchtbarkeit bringen. Im Zentrum der Sonnwend steht alljährlich die Schneegrube im  Steinernen Meer, dort wird ein riesiges Edelweiß ausgesteckt, das aber der Dämmerung bis spät in die Nacht weithin sichtbar ist.
  • Am 15. August wird das Fest Mariä Himmelfahrt mit der Kräuterweihe gefeiert.
  • Im Herbst finden malerische Almabtriebe, Erntedankfeste und Bauernherbst Events statt.

  • Im Spätherbst, zum Kehrhaus des Tanzes, gibt es den Kathreintanz und den Leonhardi Ritt.
  • Unter "Anglöckel Pfinstage" verstanden die Einheimischen die Donnerstage im Advent. In diesen Tagen zogen die Anglöckler mit ihren Liedern von Haus zu Haus, um die vorweihnachtliche Stimmung zu verbreiten.
  • Am 24. Dezember wurde zu Mittag immer das Bachlkoch gegessen, dem man wirksame Lebens-und Gesundheitskräfte nachsagte. Die Tradition des „Rachn gehen“ galt als ein Ritual der Reinigung und wurde in der Weihnacht (24.12), Neujahrsnacht (31.12) und auch in der Dreikönigsnacht (06.01) durchgeführt.  In der Stube wurde die Krippe aufgestellt und am Abend gebetet.

Regionstracht

Saalfelden Leogang ist als Urlaubsregion bekannt, die sich um einen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne bemüht. Dokumentiert wird dies seit kurzem auch durch eine neue Regionstracht, welche die Leoganger Kleidermacherin Regina Wienerroither den Saalfeldner und Leoganger Touristikern auf den Leib geschneidert hat. Wienerroither ist die kreative Kraft hinter allen Entwürfen mit dem von ihr eigens kreierten ecrufarbenem Stoff und dem für Saalfelden Leogang typischen Löwenkopf-Motiv. Die Kollektion umfasst Damen- und Herrenmodelle in unterschiedlichsten Varianten. Die Schnittführung, aller Modelle orientiert sich an alten Trachten. Die Ausformung ist jedoch erfrischend locker und leger – typisch für die Freizeitmode des 21. Jahrhunderts.

Rezepte

Regionale Rezepte

Kulinarik, Tradition und regionale Küche gehören zum Pinzgau wie die Preiselbeermarmelade zum Schnitzel. Die bodenständige Geschichte, die wunderschöne Natur, die zahlreichen heimischen Produkte und die seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegebenen Rezepte bieten allen Grund, stolz darauf zu sein. Die Pinzgauer Küche ist schmackhaft, deftig und sparsam. Viele Gerichte können - leicht abgewandelt - als pikante Hauptspeise ode

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Moosbeeren

Moosbeeren (Heidelbeeren) sind in den tiefgrünen Wäldern des Pinzgaus weit verbreitet. Heidelbeeren werden von den Pinzgauern stets mit „weiten Wanderungen“, „selber sammeln“ und „nur in bestimmten Zeiten verfügbar“ in Verbindung gebracht. Diese Beere ist nicht nur ein saisonelles Schmankerl, sondern verspricht auch eine heilende Wirkung. Moosbeeren sorgen für eine gute Nachtsichtigkeit, wirken ausgleichend auf den Stoffwechsel und weisen ein gü...

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Ziegenmilch

Ziegenmilch war wahrscheinlich die erste Milch, die der menschlichen Ernährung diente. In der Antike wurde Ziegenmilch als Heilmittel eingestuft, besonders Lungenkranken hat man diese Milch verabreicht. Ziegenmilch ist durch die andere Eiweißzusammensetzung bekömmlicher als Kuhmilch. Bei Fructose- oder Histaminintoleranz ist Ziegenmilch besonders empfehlenswert. Diese Milch ist somit nicht nur ein Leckerbissen der Region sondern wirkt sich auch ...

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Hartkäse

Hartkäse ist eines der bedeutendsten Regionsprodukte und verspricht ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Käse dürfte mehr als 10.000 Jahre alt sein. Bäuerlich hergestellter Hartkäse ist besonders aromatisch im Geschmack. In einem Kupferkessel wird die kuhwarme Milch eingelabt. Dadurch gerinnt das Casein der Milch, die Molke setzt sich ab und der „Bruch“ wird geschnitten. Nach der langen Reifung wird die Molke abgeseiht und der Käse gleichz...

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Wasser

Entdecken Sie zahlreiche naturromantische Wasserquellen beim Wandern in Saalfelden Leogang. Wasser ist für unseren Körper lebensnotwendig. Das Trinkwasser aus Saalfelden Leogang wird zu 100% aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Das Wasser der Region hat mittlere Härtegrade, ist natrium- und chloridarm, weist niedrige Nitratwerte auf und ist somit ideal für unser Wohlbefinden. Regionales Wasser kann durch nichts ersetzt werden, es ist frisch, brau...

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Hühnerei

Saalfelden Leogang kann eine große Bandbreite an Biobauern vorweisen welche auch Biofreilandeier verkaufen. Bei Eiern ist die Qualität schmeckbar und spürbar und deshalb besonders wichtig. Saalfeldener und Leoganger Kleinbetriebe halten ihre Hühner auf größerer Fläche als die Mindestanforderungen für BIO verlangen, deshalb können die Biofreilandeier der Region ohne Bedenken in üblichen Mengen genossen werden. Biofreilandeier schmecken nicht nur ...

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Weichkäse

Weichkäse stellt ein hohes Kulturgut dar und besonders unsere Region ist reich an handwerklich hergestelltem Käse. Bei der bäuerlichen Weichkäseherstellung wird die Vollmilch ohne vorherige Pasteurisierung verwendet. In einem Kupferkessel wird die Milch auf die richtige Temperatur erhitzt und mit Lab versetzt. Dadurch gerinnt die Milch, und die Molke setzt sich ab. Der „Bruch“ wird in walnussgroße Stücke geschnitten. Weichkäse hat am Ende der kur...

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Joghurt

Das Joghurt ist eines der ältesten Lebensmittel der Menschheit, allerdings hat sich die Herstellungspraktik über die Jahrtausende fast kaum verändert. Das bäuerlich hergestellte Joghurt riecht und schmeckt anders als das Joghurt aus dem Supermarkt, da für das handwerklich hergestellte Joghurt die Milch von nur wenigen Kühen verarbeitet wird. Deshalb spielt das Futter der Kühe eine wesentliche Rolle für den Geschmack und macht ihn individuell. Die...

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Schnaps

Das Brennen von Schnaps hat in den Ostalpen eine lange Tradition. Schnaps gehört in der Region zu den ältesten Handelswaren. In Saalfelden Leogang ist unter Schnaps traditionellerweise Obstschnaps gemeint. Dieser wird aus regionalem Obst nur mehr in kleinen Brennereien produziert. Österreichische Schnäpse aus kontrolliert biologischer Produktion erkennen wir an folgender Deklaration: Die gesetzliche Mindestanforderung der namengebenden Frucht bet...

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Honig

Saalfelden Leogang ist reich an Honigbienen. Blütenhonig, Waldhonig und Alpenrosenhonig wird in der Region hergestellt. Honig ist der älteste Süßstoff der Menschheit. Die Geschichte reicht 8000 Jahre zurück. Bienen sammeln den Nektar von Blütenpflanzen – sie saugen den Nektar mit dem Rüssel ein und lagern ihn im Honigmagen, während sie zurück zum Stock fliegen. Im Stock wird der Honig fermentiert und von weiteren Bienen bearbeitet. Nach der Reif...

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Musik

Musikum Saalfelden

Musikum

Professioneller, abwechslungsreicher und motivierender Unterricht hat an unserer Schule oberste Priorität. Weiters ist es uns sehr wichtig, unsere Schüler für verschiedenste Projekte zu begeistern. Unser Sprengel arbeitet regelmäßig mit den lokalen Kultureinrichtungen vor Ort wie z. B. dem Kunsthaus Nexus, Blasmusikkapellen, Brauchtumsvereinen etc.zusammen. Unsere Schüler dürfen z. B. Konzerte des Kunsthauses Nexus bei freiem Eintritt besuchen.
Das Lehrerkollegium arbeitet gerne untereinander, würde sich aber für die Zukunft bessere Unterrichtsbedingungen in Bezug auf neue Räumlichkeiten freuen. Unsere Stadtgemeinde kann auf Grund der vielen unterschiedlichen Musikum-Ensembles jederzeit mit musikalischen Umrahmungen durch unsere Schüler und Lehrer rechnen.

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Musikhaus Hofer

Musikvereine und Gruppen

Zahlreiche Musikvereine & Gruppen in Saalfelden und Leogang

Heute wie damals gibt es zahlreiche Gruppierungen und Vereine, die die Musikkultur in Saalfelden und Leogang erhalten und pflegen:

Geschichten

Das Geheimnis der Raunächte

Den bösen Geistern wird der Garaus gemacht.

Im Pinzgau wird in drei Raunächten für finstere Gestalten und Gespenster die Luft dünn. Die Tradition des „Rachn gehn“ („Rauchen gehen“) wird nämlich in dieser Region schon seit Jahrhunderten als ein Ritual der Reinigung aufrechterhalten und für viele Familien gehört sie zum Jahreswechsel, wie der Hase zu Ostern.

Die Sonne verschwindet gemächlich hinter den Bergen und allmählich bricht die Dämmerung über den 24. Dezember herein. Die Familie sammelt sich in der Küche des Hauses und verharrt andächtig, bis die Räucherpfanne mit glühender Kohle und duftendem Weihrauch gefüllt wird. Danach kann es losgehen. Es ist wieder die Zeit des „Rachn gehn“ gekommen. Dieser Brauch ist im Land Salzburg und weit darüber hinaus bekannt. Von Region zu Region ist jedoch die Anzahl der Raunächte sowie die Vorgehensweise dieses Brauches unterschiedlich. Ziel ist es, die bösen Geister für ein weiteres Jahr zu vertreiben.

Das Ritual.

Traditionell wird im Pinzgau an drei Raunächten die Zeremonie zur Austreibung boshafter Wesen praktiziert. Wer sein Schicksal selbst in die Hand nehmen möchte, der sollte in der Weihnacht (24.12.), in der Neujahrsnacht (31.12.) und auch in der Dreikönigsnacht (5.1.) dem Glück ein wenig nachhelfen. Damit den bösen Geistern keine Chance bleibt, ist es von besonderer Wichtigkeit, sich an den genauen Ablauf der einzelnen Prozedere zu halten. Gemeinhin bekannt, versammelt man sich am Abend vor dem gemeinsamen Essen in der Küche des Hauses, um das gesamte Gebäude im Auftrag des Glücks „auszuräuchern“. Die Räucherpfanne wird meist enthusiastisch und voller Entschlossenheit von einem der beiden Elternteile von Raum zu Raum getragen. Dem Vater und der Mutter folgen die Kinder, deren ritueller Auftrag endgültig zur Vernichtung des Bösen und Schändlichen beitragen soll. Sie haben die Aufgabe, die Räumlichkeiten mit Weihwasser zu segnen. Währenddessen die gesamte Familie voranschreitet, wird das Rosenkranzgebet angestimmt, um den religiösen Inhalt dieser Tradition zu bekräftigen. Damit das Haus schließlich vollkommen frei von jeglichen teuflischen Mächten wird, soll noch eine Runde, betend und mit Weihrauch sowie Weihwasser gerüstet, um das Haus gegangen werden.

Segnung für Mensch und Tier.

Auf Bauernhöfen ist es außerdem üblich, den Stall auszuräuchern, diesen wiederum zu umkreisen und die Tiere zu segnen. Aber nicht nur für das Vieh wird prophylaktisch Vorsorge getroffen. Wurde die Stallung gesäubert, begibt man sich zurück in die Küche des Hauses, um dort auch die Häupter der Familienmitglieder mit Weihrauch vor Krankheiten und Schmerzen zu schützen. Das wird bildlich symbolisiert, indem man eine Kopfbedeckung über die rauchende Pfanne hält. Danach wird der Hut oder die Mütze wieder aufgesetzt und dem Wohlergehen für das nächste Jahr sollte nichts mehr im Wege stehen. Die Zeremonie endet mit dem symbolischen Kreuzzeichen auf der Stirn, das mithilfe des Weihrauches aufgemalt wird.

Der Ursprung dieser Tradition.

Ursprünglich handelt es sich bei dieser Tradition um einen keltischen Brauch, bei dem mithilfe des Rauches die Reinigung der Behausung und des Lebensraumes symbolisiert wurde. Man versuchte alle bösen Geister aus seiner Umgebung durch das „Ausräuchern“ zu vertreiben, sodass man mit Glück und Erfolg in ein neues Jahr starten konnte. Natürlich ist in diesem Zusammenhang der Glaube, früher wie auch heute, das starke Glied der Kette. In älteren Geschichtsbüchern wird stets erwähnt, dass sich exakt in den besagten Raunächten dunkle Gestalten und Dämonen umhertrieben. Um Kummer und Leid vorzubeugen, behalf man sich der mystischen Kraft des Rauches bzw. der Energie der glaubensstarken Zuversicht und Hoffnung. In neueren Deutungen dient das „Rachn gehn“ in den Gebieten um Süddeutschland und Österreich vor allem der gläubigen Vorsorge, sodass der Familie Unglück erspart bleibt.

Aberglaube.

Ein besonders wichtiger Faktor im Hinblick auf die sogenannten Raunächte (oft auch Rauchnächte genannt) ist die Vermeidung bestimmter Dinge. So soll beispielsweise das Wäschewaschen bzw. das Aufhängen der Wäsche an diesen drei Tagen unbedingt unterlassen werden, um keinen Schicksalsschlag heraufzubeschwören. Ein altes Sprichwort besagt: „So vü Wäsch auf’n Gong, so vü Häut auf da Stong.“ Dieser Spruch drückt aus, dass man sich unbedingt an diese Regel halten sollte, da ansonsten die Tiere des Hofes zum Sterben verurteilt seien. So erscheint es nur verständlich, dass an diesen Tagen dieser Grundsatz streng befolgt wird. Heutzutage wird das „Rachn gehn“ noch von vielen Familien streng eingehalten, um mit Zuversicht in das neue Jahr starten zu können. Denn wie man weiß, ist ja schließlich jeder seines Glückes Schmied. Neben dem glückbringenden Einräuchern wird am 24. Dezember außerdem eine traditionelle Pinzgauer Speise mit Sorgfalt zubereitet und im Kreise der gesamten Familie genossen. Die Rede ist hier vom sogenannten „Bachlkoch“. Genaueres zu diesem Gericht, dem traditionellen Hintergrund und der Art der Zubereitung, wird im Folgenden zur Sprache kommen.

Ranggeln um den Hogmoar

Ranggeln, also eine Mischung aus Ringen und Judo, hat im Alpenraum seit dem 13. Jahrhundert Tradition. Entwickelt hat es sich durch das Kräftemessen der Bauernburschen und Knechte. Der Sieger, Hogmoar, galt als so was wie ein Olympiasieger und genoss ein Jahr lang gewisse Vorrechte.

Eigentlich ist das Ranggeln eine reine „Männersache“. Seit einigen Jahren interessieren sich aber auch immer wieder Mädchen dafür, hören aber dann ab einem gewissen Alter wieder damit auf. Nicht unbedingt, weil es den Mädchen nicht mehr gefällt. Für die Burschen ist es komisch, gegen eine
heranwachsende Frau anzutreten. Und so sortiert sich´s wieder aus und es bleiben die gestandenen Mannsbilder über. Nur eine Frau begleitet die Ranggler von klein auf hautnah mit. Der Leoganger Albert Rofner war 1982 Gründungsmitglied und Schriftführer des Salzburger Landesverbandes und nahm seine Tochter Rosi (heute Hörhager) zu allen Veranstaltungen mit. Damals wäre sie nicht auf die Idee gekommen auch anzutreten – das machten nur die „Manda“. Trotzdem blieb sie dem
Sport treu – als Obfrau der Leoganger Ranggler und Schriftführerin des Ranggler Komitees ist sie die weibliche und einzige Ausnahme in der männerdominierenden Rangglerwelt.

Kreuzwurf, Hufer, Aufdreher, Stierer und ähnliche Griffe sind erlaubt, aber keine Schmerzgriffe
Rosi Hörhager ist also eine echte Ranggler- Expertin und weiß viel zu berichten: „Beim Ranggeln geht’s einfach darum, den Gegner mit Körperkraft und durch verschiedene Griffe und Wurftechniken mit dem Rücken auf den Boden zu werfen. Sobald der Gegner mit beiden Schultern den Boden berührt, hat er den Kampf verloren.“

Hört sich ganz einfach an, aber es steckt sehr viel Übung dahinter. Schon Buben mit sechs
Jahren treten das erste Mal bei einem offiziellen Bewerb an und trainieren bis zu zwei
Mal in der Woche. „Generell kann man sogar beobachten, dass die Ranggler erst nach vielen
Niederlagen zu siegen beginnen. So war es auch bei unserem Aushängeschild, dem Lois Dum, der seit über 20 Jahren ranggelt und letztes Jahr erst so richtig erfolgreich war. Er wurde Zweiter in der Alpencupwertung. Das ist wahrscheinlich auch deshalb so, weil sich die Spitzenranggler aufgrund der Wettkämpfe übers Jahr gut kennenlernen und somit auch ihre Stärken und Schwächen besser einschätzen können. Es nützt also die ganze Kraft nichts, wenn man nicht auch ein bisschen mittaktiert. Am Ende des Sommers kann es nämlich im Finale eng hergehen, wenn bei einem
Remis die zusammengezählten Kampfzeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Bei zwei alten Füchsen kann das schon mal zu taktischen Schiebereien ausarten.“

Nach maximal sechs Minuten ist Schluss „Es gab aber auch schon Wettkämpfe, bei denen
zwei Sieger hervorgingen. Sie kämpften so lange, bis beide so ausgelaugt waren, dass sie nicht
mehr weiterkämpfen konnten, aber keiner der beiden mit den Schultern den Boden berührte.  Um das zu verhindern, wurde bei den Männern die Kampfzeit auf maximal sechs Minuten und bei Schülern und Jugendlichen auf maximal fünf Minuten festgelegt. Geht nach dieser Zeit kein Sieger hervor, scheiden beide aus. Die Wettkämpfe werden im K.-o-System ausgetragen.“

Höchste Spannung bis zuletzt
Die erwachsenen Ranggler werden in vier Klassen (nach ihrem Können) eingeteilt. Die
Meisterklasse ist die Klasse I. Spannend wird’s dann erst zum Schluss, wenn es nach dem Preisranggeln um den Tagesbesten, den Hogmoar geht. Nur erwachsene Ranggler der Klassen I, II und III dürfen antreten.

Kräftemessen der Leoganger
„Wie schon erwähnt, war das Ranggeln über viele Jahrhunderte ein wichtiges Ereignis.
Nach mündlichen Überlieferungen fanden im 18. und im 19. Jahrhundert immer wieder Rangglerveranstaltungen in Leogang statt – viele davon am Spielberg. Insbesondere in den Jahren 1920 bis 1939 wurde viel geranggelt – besonders hervorzuheben ist hier das
Rupertiranggeln beim Hüttwirt, das zuletzt 1957 ausgetragen worden ist. Am 15. August 1969 revitalisiere die Landjugend Leogang, unter der Führung von Matthias Scheiber, vulgo ‚Madreiter Hias‘, der später auch Bürgermeister war, das Ranggeln am Spielberg (anfänglich bei den Scheltaualmen, heute bei der Windbachalm). Seither wird der Leoganger Hogmoar am 15. August bestimmt (bei Schlechtwetter am darauffolgenden Sonntag), denn es dürfen nur einheimische Männer und Burschen antreten. Um den Wettkampf in gewisser Art und Weise auch den Frauen zugänglich zu machen, dürfen diese sich im ‚Boahaggeln‘ messen.“

Vererbbare Ranggler-Gene
Besonders erstaunlich ist es, wenn man sich in der kurzen Geschichte des Spielberg-Ranggelns die Hogmoarliste anschaut. Die Brüder Rupert und Georg Eberl trugen zusammen zwanzig Mal den Titel nach Hause und die Jahre zuvor heimsten diesen ihre Onkel Rudi und Sepp ein. Auf die Frage hin, ob es bereits Söhne gäbe, die auch ranggeln: „Natürlich. Georgs Sohn, der Christoph, war 2011 Vize- Hogmoar. 2012 konnte er verletzungsbedingt nicht antreten. Aber 2013 wird er sicher wieder gut dabei sein.“

Traditionsreiches Hundstoa-Ranggeln
In der Nachbargemeinde Maria Alm findet seit über 500 Jahren zu Jakobi, am 25. Juli, oder,
wenn es sich nicht anders ausgeht, den Sonntag darauf, das Hundstoa-Ranggeln statt. Traditionellerweise marschierten Knechte, Dienstboten und Bauern(söhne) auf den Hundstein,
um unter ihnen den mit der meisten Schneid zu finden, den Hogmoar, Grenzstreitigkeiten zu bereinigen oder um die feschesten Sennerinnen zu werben. Heute ist das Hundstoa-Ranggeln das größte seiner Art und für den Sieger bedeutet es so etwas, als hätte er die Streif in
Kitzbühel als Schnellster zurückgelegt.

Vertreiber der Finsternis

„Sei brav, sonst kommt der Krampus und nimmt dich mit.“ Ein Spruch, den man als Kind oft hört. Wahrlich – der Respekt wächst bei jeder Begegnung, wenn die finsteren Gestalten durch die Gegend ziehen. Zum Glück ist der Nikolaus als weiser Herr über die Krampusse immer dabei. Gut und Böse, Kirche und lokales Brauchtum werden hier in ihrer anschaulichsten Form demonstriert. Eine Tradition, der es nicht an Nachwuchs mangelt und die bis heute fast ausschließlich von Männern ausgeführt wird, erlebt Anfang Dezember seinen Höhepunkt: die Krampusläufe.

Rituale zwischen Brauchtum und Christentum

Es mag an der schroffen Landschaftsform liegen, an den Tälern und Bergzügen, die so manche Bräuche überleben ließ. Für Kirche und Regenten waren diese Gegenden zu schwer erreichbar und so  überdauerten sie viele Jahrhunderte. Heute erleben sie beinahe Reliktstatus und werden oft nur lokal zelebriert. Krampusse und Perchten gibt es im alpinen Raum in unzähligen Formen. In manchen Orten wird das Geheimnis nur an Eingeweihte weitergegeben. Einige dieser Bräuche sind sogar von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe ernannt worden. In Saalfelden Leogang haben sich verschiedene Passen (Krampus-Gruppen) formiert, die im Endeffekt aber alle das gleiche Brauchtum pflegen und sich bei  Krampusläufen treffen, um gemeinsam ihren Auftritt zu erleben. Früher waren diese Riten vor allem  Ausdruck einer jahrhundertelangen Auseinandersetzung mit den Unbilden der Natur und der imaginären Geisterwelt. Für viele waren die langen Nächte die verlorenen oder gar toten Nächte des Jahres, wenn der Winter die Landschaft in eisigem Griff hielt. Mit allen Mitteln versuchte man den dunklen Mächten entgegenzusetzen und die Helligkeit, eine neue Fruchtbarkeit und damit das Leben zu beschwören. Heute werden sie als identitätsstiftend und zusammenschweißend in der Dorfgemeinschaft gesehen.

Die Pass – ein Freundschaftsbund

Jährlich am „Krampal-Tag", dem 5. Dezember, treffen sich ca. 15 junge Männer der „Stier-Pass" in Leogang. Sie sind seit vielen Jahren befreundet und zwischen 24 und 32 Jahre alt. Früher gingen sie oft miteinander aus, heute haben sie nicht mehr so viel Zeit, weil einige bereits Familienväter sind. Aber  das Band, das sie immer noch zusammenhält, ist ihre „Stier-Pass“. Sie haben sich mit den anderen vier Passen in Leogang abgesprochen. Jede bekam einen Ortsteil zugeteilt, in welchem sie zwei Abende lang herumziehen. Der Nikolaus kommt auch gerade dazu. Der Traktor mit dem Anhänger, in dem sie transportiert werden, wird gestartet und so fahren sie in die erste Straße.

Von Haus zu Haus

Bei der Kreuzung angekommen, gehen sie gleich auf das erste Haus zu. Ein Mann kommt ihnen entgegen. Der Nikolaus fragt ihn, ob die Nachbarskinder brav waren. Ein Nicken kann man erkennen und eine Erinnerung scheint gerade hochzukommen: „Der Maxi hat mir im Sommer einen Streich gespielt. Er hat ganz viele Nacktschnecken gesammelt und sie in mein Blumenbeet gelegt. Die Sophie ist immer brav. Aber sie könnte etwas fleißiger mithelfen.“ Der Nikolaus bedankt sich und geht mit seiner grimmigen Gefolgschaft zum Nachbarshaus. Sie ziehen in die warme Stube ein. Eltern, Großeltern und Kinder sitzen brav am Tisch. Die Kinder reagieren ganz unterschiedlich. Sophie hat Angst. Max grinst. Der Nikolaus begrüßt die Familie und fragt die Kinder nun selbst, ob sie brav waren. Das Mädchen schaut ganz starr drein und nickt ein wenig. Der Bruder nickt auch etwas nervös. Der Nikolaus beäugt beide prüfend und sagt streng: „Sophie, ich habe gehört, dass du ein artiges
Mädchen bist. Bleib so. Aber ich habe auch eine Aufgabe für dich mitgebracht. Deine Mutter hat viel Arbeit und sie wäre froh, wenn du ihr öfters helfen würdest.“ Dann wendet er sich an Max:  „Maximilian. Von dir höre ich schlimme und gute Geschichten. Du bist ein echter Lausbub. Als Strafe, weil du deinem Nachbarn Schnecken in sein schönes Blumenbeet gelegt hast, musst du jetzt zu den Krampussen rauskommen.“ Der Junge schaut etwas überrascht und ängstlich drein, sieht aber ein,
dass er einen Fehler gemacht hat. Und so steht er mutig auf und geht zu den Krampussen, die ihn mit grollendem Stöhnen empfangen. Ein Krampus tätschelt ihn mit der Rute und stößt ihn sanft zu einem anderen Krampus rüber. Das ist genug. Max hat seine Strafe erhalten und darf wieder zurück zum Tisch, wo er jetzt engelsbrav neben seinem Opa sitzt. Der Nikolaus verteilt an beide Kinder ein Säckchen mit guten Gaben, wünscht eine schöne Adventzeit und verlässt mit den polternden Krampussen das Haus. Nun ziehen sie durch die dunkle Nacht weiter, um bösen Geistern und Kindern die Stirn zu bieten.

Ein Lauf für die Krampusse

Am nächsten Tag, am 6. Dezember, treffen sich die Freunde der Stier-Pass wieder. Dieses Mal in Saalfelden, um mit 200 anderen Krampussen beim großen Krampuslauf der Stadt teilzunehmen. Die verschiedenen Passen präsentieren sich in ihren unterschiedlichsten Formen, denn nicht nur die Masken und Felle sind individuell, sondern auch die Accessoires. Die einen kommen mit   Bengalischem Feuer, Glocken, Schellen, Rossschweif oder Ruten, wieder andere ziehen einen  schweren Wagen mit mehreren Krampussen drauf oder zerren einen Kessel hinter sich her. Auch im Publikum ist die Vielfalt groß – jung, alt, Männer und Frauen verfolgen das Schauspiel, wenn als erster der Nikolaus einzieht und Geschenke an die Kinder verteilt. Erst dann ziehen die Passen ein und werden am Rathausplatz namentlich aufgerufen. Dort können sie dann zeigen, wie gruselig sie sind, wenn sie um das Feuer herumlaufen. Am 7. Dezember findet traditionsgemäß ein ähnlicher Lauf in Leogang statt.

Die richtige Bekleidung

Nach dem Lauf findet ein nettes Zusammentreffen bei Glühwein statt und man findet endlich Möglichkeit Fragen zu lösen, die einem während des Umzugs in den Sinn gekommen sind. Von  Stefan Dum, Obmann der Stier-Pass, erfahre ich, dass die Felle hauptsächlich von Schafen und Ziegen stammen, heute aber auch Wild verwendet wird. Die schweren Masken werden traditionell aus
Zirben- oder Undenholz geschnitzt und mit Steinbock-, Ziegenbock- oder Kuhhörnern gekrönt. Je nach Anzahl der Hörner steigt das Gewicht der Maske auf einige Kilo. Für den richtigen Halt sorgt ein darunter versteckter Bauhelm, der zusätzlich mit Schaumstoff oder ähnlichen Materialien an die Kopfform angepasst wird. Es gibt Passen, die einen eigenen Schnitzer haben, die meisten  organisieren sich jedoch die ihrige bei einem Maskenschnitzer.

Bräuche zur Osterzeit

Ei, Ei - Wo ist das Osterei? Die beliebte Ostereiersuche findet natürlich auch im Pinzgau statt, aber es gibt da noch so einiges an Brauchtum, das es nicht überall gibt und den Pinzgau einmal mehr zu einer bodenständigen, traditionsreichen und tiefverwurzelten Region mit gelebter Heimatkultur macht.

Weniger ist mehr

Nach dem langen und kalten Winter sehnen wir uns nach den länger werdenden Tagen, den Sonnenstrahlen auf der Haut und dem Duft der blühenden Pflanzen. Es zieht uns raus in die Natur. Wir nehmen sie und unseren Körper wieder bewusster wahr, saugen die lebendige Luft in uns auf und finden in dieser Zufriedenheit innere Ruhe. Der richtige Zeitpunkt für (innere) Reinigung. Der österliche Kreislauf beginnt mit dem Aschermittwoch, dem ersten Tag der 40-tägigen Fastenzeit. Viele Menschen nehmen diese Periode als Anlass des „Verzichts“. Manche fasten im herkömmlichen Sinn, wieder andere verzichten auf schlechte Gewohnheiten, wie Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten, etc. In der Saalfeldner Pfarre wird diese Zeit insbesondere zum Meditieren und Aufbereiten der Evangelien genützt. Unter dem Motto „Auf dem Weg dem Ostern“ nimmt man in täglichen Exerzitien das Tempo der Zeit und arbeitet seinen persönlichen Kreuzweg auf. Wie auch immer die Interpretation der Fastenzeit aussieht, geht es hierbei nicht um „Selbstbestrafung“, sondern um das bewusste Erleben seines eigenen Ichs. Mit dem Spenden des Aschenkreuzes (Asche aus dem Palmzweigen des Vorjahres) läuten die Katholiken die 40-tägige Fastenzeit ein. Ein schönes Symbol für die (innere) Reinigung, denn Seife wird bekannterweise  aus Asche hergestellt.

So bunt, so rund – Das Osterei

Mit Kindern wird jedes Brauchtum lebendiger. Sie sind es auch, die wie gebannt den Ostersonntag herbeisehnen, wenn der Osterhase die bunten Ostereier im Garten versteckt. In der österlichen Vorbereitungszeit helfen auch die Jüngeren fleißig mit – das Ostereier bemalen gehört zu den Lieblingstraditionen der Pinzgauer. Und da gibt es ganz verschiedene Herangehensweisen: Die am weitesten verbreitete Methode ist, die hartgekochten Hühnereier in bunte Eierfarbe zu tunken, trocknen zu lassen und mit einer Speckschwarte glänzend zu polieren. Sehr beliebt ist auch das natürliche Färben. Verwendet werden Farbstoffe aus Küche und Garten: Rotkohlblätter für rotviolette Farben, Holunderbeeren(-saft) für graublaue Farben, Brennnesselblätter für gelbgrüne Farben, Karotten für orangegelbe Farben, Spinat für grüne Farben etc. Richtig lustig wird es dann, wenn die Eier mit Mustern versehen werden. Ob Marmorierung, ein Blatt am Ei, Batik-Muster (gemacht aus Zitronensaft oder flüssigem Wachs) oder gesprenkelte Eier – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Besonders viel Geschick benötigt man beim kunstvollen Bemalen der ausgeblasenen Eier. Diese werden zudem gerne mit Bändern, Federn oder Häkeleien dekoriert und schon einige Wochen vor Ostern im und rund ums Haus aufgehängt, um das nahende Osterfest willkommen zu heißen.

Palmkätzchen und Palmesel

Der Palmsonntag ist für die meisten Pinzgauer der (gefühlte) Beginn der Osterzeit. Dieser Tag erinnert an den Einzug Jesu (auf einen Esel) in Jerusalem. Die Bewohner Jerusalems begrüßten Jesu mit grünen Zweigen bzw. knospenden Gewächsen. Da hierzulande die Weiden zu den ersten Pflanzen gehören, die im Frühjahr austreiben, werden sie in ihrer hübschen Form, als Symbol der Fruchtbarkeit verwendet. Diese Weidenkätzchen, bzw. Palmkätzchen, bindet man gemeinsam mit anderen Gewächsen (Buchs, Wacholder, Eibe, Haselnussstrauch) zu einem Buschen zusammen, dekoriert diesen mit bunten Holzspanschleifen, Brezeln, kleinen bunten Eiern und bringt ihn zur heiligen Messe mit. Diese Palmbuschen tragen vorwiegend die Kinder. Umso schöner und größer der Buschen ist, desto stolzer sind die Träger. Die geweihten Palmbuschen werden zu Hause unters Dach gelegt bzw. auf dem Feld aufgesteckt – als Segen und Schutz für Haus, Hof und Feld. Ein besonderer Brauch findet auch am Palmsonntag statt. An diesem Tag möchte niemand als Letzter aufstehen, denn der Langschläfer in der Familie wird zu „Palmesel“ ernannt.

Das  Gründonnerstags-Ei

Am darauffolgenden Donnerstag wird insbesondere an das letzte Abendmahl Jesu mit den zwölf Aposteln gedacht. Dieser Tag, auch als Antlass-Tag bekannt, gilt als der Tag, an dem jene aus der Kirchenbuße entlassen wurden, die eine schwere Sünde begangen hatten (Glaubensabfall, Mord, Ehebruch). Im Volksmund gilt das am Gründonnerstag gelegte EI als besonders gut haltbar. Es soll ein Jahr danach noch genießbar sein. Eines davon wird als Symbol  des Glücks über den Dachfirst geworfen oder in den Dachboden gelegt. Wer als Letzter an diesem Tag aufsteht, wird als „Antlass-Karren“ bezeichnet.

Wenn die Glocken verreisen

Am Gründonnerstag passiert noch eine Besonderheit: Beim Abendmahlgottesdienst fliegen die Glocken nach Rom – natürlich nur im übertragenen Sinn. Vom Gloriagesang des Gründonnerstags bis zu jenem in der Osternacht am Samstag hört man keine Glocken mehr. Darum gehen die Ministranten anstatt des Glockengeläuts am Karfreitag mit den Karfreitags-Ratschen umher. Um 15.00 Uhr schweigen sie, denn zu dieser Zeit starb Jesus. Der Karfreitag ist zudem ein strenger Festtag, an dem keinesfalls Fleisch gegessen werden darf.

Osterfeuer und Speiseweihe

Nach dem Tod Jesu brach für die Christen eine Welt zusammen. Symbolisiert wird die Trauer dadurch, dass in den Kirchen nirgendwo Schmuck hängt, die Kerzenleuchter werden weggeräumt oder umgelegt. Doch plötzlich kommt sprichwörtlich Licht ins Leben zurück, als die Christen von der Auferstehung Jesu erfahren. Und somit wird durch das Osterfeuer und Entzünden der frisch geweihten Osterkerze das neue Sinnbild geschaffen: Christus, der das Licht der Welt ist. Während der Osternacht-Liturgie oder/und am Ostersonntag werden die mitgebrachten Speisen der Gläubigen geweiht. Klassischerweise bringen sie in einem Korb Eier, Fleisch, Brot und Salz mit. Wer am Ostersonntag als Erster aufsteht, wird als „Osterlambei“ bezeichnet.

Kulinarische Genüsse

Endlich ist die Fastenzeit vorbei. Man darf wieder den Genüssen frönen: Hefezopf, Osterschinken und Lammbraten werden im Kreis der Familie aufgetischt, die bunten Eierschalen werden beim „Eierpecken“ auf die Probe gestellt und anschließend mit viel Salz verzehrt. Die Wochen der Reinigung und Ruhe vorbei, das frohe Leben kehrt wieder ein, jedoch mit erweitertem Bewusstsein und Demut gegenüber Mitmenschen, Natur und höheren Mächten.

Eine nostalgische Zeitreise

Zwoa Brettln, a gfriariga Schnee - Juche - Des is hoit a echte Gaude!

Und schon war die Idee zur Nostalgie Ski WM geboren. Seit 2004 lockt sie im 2-Jahres-Rhythmus bis zu 250 nostalgische Skirennläufer aus 6 Nationen nach Saalfelden Leogang - Tendenz steigend.

"Es war eine Faschingsidee. Siegfried Häusl, ein paar Freunde und ich trugen alte Ski und -bekleidung aus Dachböden und Kellern zusammen. Und so eroberten wir in diesem nostalgischen Outfit die Pisten des Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang. Das war im Jahr 2002." Rupert Grundner, der Obmann des Vereins ANNO 1900, sitzt mir gegenüber und schmunzelt beim Erzählen. Zu gerne hätte ich seine Bilder im Kopf gehabt. Es muss ein schönter Tag gewesen sein.

Er berichtet weiter: "Enthusiastisch beschlossen wir, im nächsten Jahr ein Skirennen zu veranstalten. In Zell am See gab es bereits eine Gruppe von nostalgischen Skifahrern, die wir dazu einluden. Gesagt, getan - das Rennen war der reinste Erfolg. 24 Männer und Frauen nahmen die Herausforderung an. ab diesem Zeitpunkt waren wir nicht mehr zu bremsen. Wir beschlossen, eine Nostalgische Ski WM zu veranstalten, ließen diesen Namen sogar schützen, gründeten unseren Verein ANNO 1900 und veranstalteten im Jänner 2004 die 1. WM."

3 Tage Nostalgie Ski WM

Den Organisatoren war sofort klar, dass sie nicht nur ein ansprechendes Programm zusammenstellen mussten, sondern auch würdige Streckenführungen, Disziplinen sowie verschiedene Klassen. Unterstützung fand der neu gegründete Verein beim Tourismusverband Saalfelden Leogang - gemeinsam rührte man kräftig die Werbetrommel, suchte Sponsoren und verschickte Ausschreibungen. Die Idee fand auch rundum großen Anklang und so wurde am Freitag, 23. Jänner 2004, die 1. Nostalgie Ski WM mit Begrüßung, Musikkapelle und WM-Party eröffnet.

Am Tag darauf ging's dann so richtig los: mit dem 3,5 km langen Fernlauf vom Asitz bis ins Tal. Wer nun meint, ach, das ist ja halb so schlimm, der sollte bedenken: Im unpräparierten Gelände, abseits der Piste, auf uralten und ziemlich langen Holzlatten, in ledernen, knöchelhohen Schuhen, die kaum Halt bieten, alten Kleidern, die für unser heutiges Verständnis als schwer, eher unbequem und ziemlich wasserdurchlässig empfungen werden, suchen sich die Rennläufer, unter Berücksichtigung von Richttoren, den Weg ins Tal. Die meisten stürtzen im Tiefschnee mehrere Male. Allein das Aufstehen ist oft schon sehr mühsam - denn beim Aufstehen versinkt man nur allzu gern immer wieder im Schnee.

Nichtsdestotrotz bewältigen die Schnellsten die Strecke in nur 12 Minuten, die Langsamsten benötigen schon mal zwei bis drei Stunden. Es ist also kein Schaden, wenn man den Rucksack mit ausreichend Jause und Saftl befüllt. So manche Rennläufer vereinen sich dann zum gemütlichen Stelldichein und stärken sich gemeinsam. Was alle eint: Sie sind überglücklich, wenn sie im Ziel angekommen sind, denn die Fahrt ist kräfteraubend. Zum Vergleich: Die Kitzbüheler Streif ist ungefähr gleich lang und wird von den weltbesten Skirennläufern in zwei Minuten bewältigt.

Für den Sonntagsbewerb meldeten sich etwas mehr Teilnehmer an, denn der Torlauf beim Schanteilift ist im Vergleich einfacher und weniger anspruchsvoll. Aber auch mit Tücke, denn vor dem Ziel befindet sich die Schlüsselstelle - die Edelweiß-Schanze, die so manchen über die Ziellinie rutschen lässt. Hier gilt es die gut 17 Tore richtig zurücklegen. Verpasst man eines, wird man zwar nicht disqualifiziert, aber man bekommt 30 Strafsekunden aufgebrummt. Bei einer durchschnittlichen Fahrzeit von 40 bis 50 Sekunden sind 30 Sekunden ziemlich viel.

Nach einem definierten Punktesystem werden dann die Weltmeister der einzelnen Klassen bestimmt. Diesen Titel können sich nur Rennläufer holen, die am Samstag und am Sonntag teilgenommen haben. Bewertet wird die Fahrzeit.

Die richtige Ausrüstung

Damit man beim Renne überhaupt teilnehmen kann, muss das sportliche Outfit dem Reglement entsprechen: Ski, Schuhe und Bekleidung müssen alt sein, also aus Jahren vor 1960 stammen. Im Detail heißt es wiederum, dass man nur Lederschnürskischuhe (keine Schnallenskischuhe), Holzski ohne Kante mit Lederriemenbindung oder Lilienfelder Stahlsohlenbindung bzw. Holzski mit Kante und Kandaharbindung sowie eine entsprechend alte Kleidung tragen muss. Letztere variiert zumeist je nach Region. Typisch sind beispielsweise Steg-, Keil- oder Lederhosen, Uniformen, Zipfelhauben, Norwegenpullover, Schladminger Rock usw. Hier sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt - je bunter desto besser. Ab 2016 wird es auch eine sportliche Klasse geben. Dann dürfen auch Ski mit Belag verwendet werden.

Alter - Egal, Gene - Von Vorteil

Da man für das "historische Skifahren" viel Geschick, Ausdauer, Technik und Erfahrung mitbringen muss, ist das Alter für einen Sieg keineswegs maßgebend. Oft gehören auch das nötige Quäntchen Glück oder die richtigen Gene dazu. Interessanterweise trugen Johann Müller und seine Schwester Barbara Müllauer bei jeder WM den Sieg in ihrer Klasse nach Hause. Als bei der letzten WM 2014 Johann Müllauers Tochter Anna (14 Jahre) auch zum letzten Mal teilnahm, gewann sie prompt in ihrer Klasse. Somit war sie auch die jüngste Nostalgie-Weltmeisterin der Geschichte. Erfreulich ist, dass sich jund und alt gleichermaßen beteiligten. 2014 war beispielsweise der jüngste Teilnehmer 12 Jahre alt, der älteste 78.

ANNO 1900 im Sommer

Im Gespräch mit Rupert Grundner erfahre ich noch, dass der Verein seit seiner Gründung auch im Sommer aktiv ist. So revitalisierten sie im Jahr 2004 den traditionellen Leonhardiritt, der bis 1965 alljährlich am 6. November in Leogang durchgeführt worden ist. Nachdem die Landwirte nach und nach die Pferde gegen Traktoren ausgetauscht hatten, waren zu wenige Pferde für den Umtritt vorhanden und so verschwand dieses Brauchtum aus dem Jahreskalender. Nun erlebt der Leonhardiritt eine neue Blütezeit. Der Leoganger Leonhardiritt findet jedes Jahr am 6. November (auch werktags!), zum Ehrentag des Hl. Leonhard, statt.

ANNO 1900 kam aber auch auf das Zweirad - ob motorisiert oder nicht, Hauptsache, sie sind alt. An schönen Sommertagen cruisen sie gerne mit ihren Drahteseln durch die Gegend.