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Challenge accepted!

„Chü amoi“ – dieser Slogan war gestern allgegenwertig. Beim Flying Fox 301 m weit in einer Höhe von 30 m dahin segeln, beim Skyjump mal schnell einen Schritt ins Nichts machen, dann noch auf einen „Baum“ klettern um sich fallen zu lassen und zum Schluss Schaukeln für große Kinder. Adrenalin pur oder einfach nur mal chillen?!

Als meine Kollegin Dani meinte, ich sollte doch mal die Challengezone vom Outdoorteam Geisler machen, war der Termin schnell vereinbart. Beim Gut Brandlhof angekommen, wurden meine wagen Vorstellungen in eine andere Dimension katapultiert. Normalerweise schauen schlimme Dinge unscheinbar aus, aber hier merkt man sofort: Da geht’s rund!

Oft macht das Outdoorteam Geisler die Challengezone auch mit Firmengruppen von bis zu 70 Leuten zum Teambuilding. Ich schloss mich einer Gruppe von fünf jungen Niederösterreichern an. Nervosität verbindet und beim letzten Gang auf die Toilette verstanden wir uns schon gut. Unsere Guide Roland (sehr cooler Typ nebenbei) ließ uns unterschreiben, dass wir nicht unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten und Drogen stehen und das alles freiwillig machen. Nach einer kurzen Einschulung, überließ er es uns, die Gurte anzulegen und baute die Challenge Zone fertig auf. 

 

Alles bereit? Dann geht’s los zum Flying Fox. Ein kleiner Marsch den Berg hinauf und schon begrüßte uns Anna am Start. 301 Meter sollten wir nun in einer Höhe von 30 m hinüber zum Ziel fliegen, auf einem Stahlseil, doppelt gesichert. Meine fünf Kumpane starteten vor mir. Ihr Jubeln und Schreien sprach für sich. Leicht nervös und voller Vorfreude wurde ich mit zwei Karabinern und einem Rollensystem eingehängt. Mit den Worten: „Darfst ruhig schreien!“ verabschiedete sich Anna von mir, als ich hinaus in die Freiheit sprang. Und wie ich flog! Man dreht sich und dann kommt die Bergwand immer näher. Ich schloss die Augen, hörte ein lautes „BÄÄÄÄNGGG“ und schon saß ich auf der Rampe. Roland drückte mir grinsend ein Seil in die Hand an dem ich mich zu den anderen hochziehen konnte.

Eine Planke hinaus und dann ist es aus – das ist der Skywalk. Eine Seilwinde mit einer speziellen Bremseinrichtung soll meinen Sturz aus 14 Metern Höhe verlangsamen, sodass ich unten auf meinen Füßen lande. Als das erste Mädel vorne stand, warteten wir ziemlich lange, denn sie konnte sich nicht überwinden, verständlich. Wie weit der Spruch „Chü amoi“ von ihrer Freundin geholfen hat, ist nur schwer zu sagen, jedoch nahm uns das Lachen die Spannung. Wir hörten nur noch einen Schrei und sie war unten. Dann kam ich. Vorher hat das Alles nicht so wild ausgesehen, aber ein Blick in die Tiefe und ein Kribbeln erfasste mich. Kneifen konnte ich nicht. Alle sind gesprungen, wie könnte ich da den Notausgang wählen? Zur Ablenkung plauderte ich ein bisschen mit Roland. Beim Thema Kuchen nahm ich all meinen Mut zusammen und machte den letzten Schritt. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Mit wackligen Beinen wieder auf festem Boden zu stehen war fantastisch. Mit dem allgegenwärtigen Grinsen ging ich zu den anderen.

Die nächste Challenge wartete schon. Auf einen „Baum“ sollten wir klettern und uns dann von 8 Metern Höhe fallen lassen. Ja, klar, kein Problem, wollte ja schon immer mal ein Affe sein. Der „Baum“ war ein Stamm, der mit einem Netz aus Seilen und oben mit zwei querliegenden Stämmen verbunden war. Es machte wahrlich keinen stabilen Eindruck und der Weg bis zur Spitze war weit. Klettern war ja noch nie meine Stärke. „Wie früher am Spielplatz“ meinten sie. Nur ist das schon ein bisschen länger her. Doch einmal dabei, war ich doch sehr flink. „Wie die ledige Tochter von Luis Trenker“ schrie mir Roland von unten zu. Meine Gedanken waren zwar im diesem Moment eher bei dem nassen Stamm und wie ich zu dieser verflixten Spitze kommen sollte, jedoch war ich im Nachhinein doch stolz auf diesen Titel, ist Herr Trenker doch einer der berühmtesten Bergsteiger Österreichs.

Schlussendlich kamen wir zum Highlight. „Schaukeln“ würden wir noch, meinte unser Guide. In schwindlige Höhen wurde ich gezogen, um dann an einer Leine zu ziehen und zu schwingen. Hin und her und höher und weiter und ich flog und schrie und lachte. Viel zu schnell war der Spaß vorbei und ich stand wieder sicher auf dem Boden.

Dieses Erlebnis würde mir noch lange in Erinnerung bleiben, da war ich mir sicher! Habe ich mich auch immer für einen Angsthasen gehalten, so war ich diesmal richtig mutig. Gechillt wurde hier nicht und das Grinsen wird noch lange bleiben.

Ein Bericht von Kristina Seer / Team der Saalfelden Leogang Touristik