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Als ich dachte der Winter ist schon vorbei…

Den ganzen Winter hatte ich auf den Winter gewartet. Wo war er bloß geblieben in diesem Jahr? Klar, trotz der geringen Schneemengen waren unsere Pisten in Top-Zustand. Trotzdem – meine Freeride Sehnsüchte konnte ich leider nur ab und an ein wenig fernab vom üblichen Trubel auf der Piste stillen.

Ich hatte mich also damit abgefunden, dass ich mein neues, warmes Winteroutfit wohl langsam gegen kurzes T-shirt und Boardshort wechseln musste. Und auch die „Deko“ in meiner Wohnung – mein geniales Brett, das ich ebenfalls hoffnungsvoll vor dem Winter erstanden hatte – war in Gedanken schon im Keller verstaut.Doch wer hätte das gedacht? Mitten im März wache ich am Wochenende auf und jeder Vorsatz endlich mal wieder auszuschlafen ist wie im Nu verflogen. Dicke Schneeflocken tanzen fröhlich vom Himmel und bedecken die Frühlingslandschaft unter sich. Ist Frau Holle doch noch aus ihrem Winterschlaf erwacht schießt es mir sofort durch den Kopf. Noch ein wenig verträumt schalte ich das Panorama TV an. Was ich dort sehe, zündet den Turbo in mir – Minusgrade und frischer Pulverschnee soweit das Auge reicht – mein Wetter!

Keine Stunde später sitzen wir voller Vorfreude in der Gondel, die uns an die Bergstation des Asitz bringt. Noch ein kurzer LVS-Check und dann kann es los gehen. Meine Freunde überlassen mir die „first line“ im unverspurten Powderhang. Welch ein Privileg, wenn man nur bedenkt, wie oft man in diesem Jahr die Chance hatte, als erster in einen unbefahrenen Pulverhang hineinzufahren. Sofort bekomme ich das altbekannte Surf-Feeling. Ich schwebe unbeschwert über den Schnee und vergesse alles um mich herum. Nur meinen eigenen Jubel und die WOOOHOOOOOS meiner Freunde höre ich klar und deutlich. Ein Ausdruck purer Freude.

Wieder am Lift angekommen ist uns eines sofort klar: heute wird gefahren, bis wir keinen Powder mehr finden können. Den ganzen Tag über ist kein bisschen an Motivationsverlust zu merken. Unsere Bretter bahnen sich in weiten Lines ihren Weg durch den Pulver und links und rechts staubt der Schnee hoch auf. Am Ende des Tages sind wir alle fix und fertig – aber glücklich ohne Ende. Wir stellen zufrieden fest: unser tägliches „Pray for snow“ hatte sich wohl doch noch gelohnt. Und so werden sofort neue Powderpläne für den kommenden Tag geschmiedet. An diesem wurde nämlich auch noch wunderschönes Wetter gemeldet. Pulverschnee und Sonne im März – was wünscht man sich mehr?

Ein Bericht von Katharina Auer / Team der Saalfelden Leogang Touristik