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7. Nostalgie-Ski-Weltmeisterschaft in Saalfelden Leogang

10.12.2015

Am Freitag, den 15. Jänner 2016 feiert der Verein ANNO 1900 gemeinsam mit angehenden Weltmeistern und Fans die Eröffnung der siebten Nostalgie-Ski-WM in Saalfelden Leogang, die bis 17. Jänner stattfindet. Über 250 narrische Buam und Madln aus verschiedensten Nationen werden in der sportlichen Montur von ihren Großeltern erwartet – und zwar in den Lederschnürschuhen auf mehr als 80 Jahre alten Holz-Ski.

 

Alle zwei Jahre holen die Pinzgauer und andere Nostalgie-Fans aus aller Welt ihre uralten, traditionellen Ski für ein Rennen der etwas anderen Art aus dem Keller. Doch dieses Jahr hat sich der Verein ANNO 1900 unter Obmann Rupert Grundner etwas ganz Besonderes für die Beurteilung der Ausrüstung einfallen lassen: die Alterskategorien der Ski sollen klarer getrennt werden, um die Bewertung der Teilnehmer fairer zu gestalten. Die Fans dürfen sich auf das fahrerische Können und akrobatische Geschick jedes einzelnen Teilnehmers freuen.

 

Übung macht den Weltmeister
Ski aus Holz und ohne Stahlkanten, gewachst, Lederskischuhe ohne Stützfunktion über dem Sprunggelenk: Man muss kein Ski-Profi sein, um sich vorstellen zu können, dass eine Fahrt auf der Piste mit zum Teil knapp 100 Jahre alten Ski richtig holprig werden kann. Unglaublich also, dass die Geburtsstunde des Skisports quasi hölzern war. „Das ist auch der Sinn der Sache: Die verschiedenen Skibauarten und dazugehörigen Bindungen von damals mit den Fahrstilen gepaart das wollen wir mit der Nostalgie-WM zeigen“, erklärt Rupert Grundner. Viele Skifahrer der heutigen Zeit könnten sich garnicht mehr vorstellen, wie der Skisport früher ausgesehen hat. Der Ski an sich hat bis heute einen ordentlichen Modernisierungsprozess durchlaufen und wir haben uns an die „modernen Ski“ gewöhnt. „Je älter die Skimodelle, desto schwieriger wird das Fahren. Das bedarf natürlich einiger Übung“, meint der Obmann.

 

Aus Faschingsjux wurde die Nostalgie-Ski-WM
„Ursprünglich entstanden die ersten Schritte zur WM durch einen Nostalgie-Skitag in der Faschingszeit. Im Jahr darauf luden wir ein paar Gleichgesinnte nach Saalfelden Leogang zu einem kleinen nostalgischen Rennen ein“, erinnert sich Grundner. Diese Veranstaltung war ein voller Erfolg und so wuchs die Idee, eine Weltmeisterschaft der Nostalgie-Skifahrer zu veranstalten. Als die Nostalgie-Ski-WM im Jahr 2004 dann in die erste Runde ging, traten zirka 130 Personen gegeneinander an. Aus dem Spaß wurde ein noch größerer, denn mittlerweile nehmen an dem Event über 250 begeisterte Nostalgie-Skifahrer teil. Diese kommen nicht nur aus Österreich, auch Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Tschechien und Slowenien sind mit am Start. „Die Idee ist also gut angekommen. Wir zeigen historischen Skilauf in den verschiedensten Kategorien“, freut sich der Obmann.

 

Die Königsklasse: über 80 Jahre alte Ski
Die Skifahrer wurden bereits seit der ersten WM vor 12 Jahren in verschiedene Klassen unterteilt, die sich nach der Bauart der Ski richtete. Die Ski bleiben dieses Jahr zwar aus Holz und richtig alt, doch diesmal gibt es eine „Königsklasse“ (Kategorie 1). Diese Klasse läuft auf Skimodellen, die vor dem Jahr 1935 verwendet wurden. Damals hatten die Ski keine Skistahlkante und waren komplett aus Holz gefertigt. Die Läufer fuhren ihre Rennen in Lederschnürschuhen, die nur knapp über das Sprunggelenk reichten und schlichtweg mit einer Leder- oder sonstigen historischen Bindungen (Lilienfelder, Bilgeri, etc.) am Ski befestigt waren. Auf diese „Königsklasse“ sind der Verein und die Fans sehr gespannt, weil es von diesen alten Modellen nicht mehr viele intakte Paare gibt.

Mit der Zeit wurden die Ski moderner, sodass die nächsten Modelle bereits über eine Skistahlkante verfügten. Auch eine Seilzugbindung war vorhanden, da die Lederbindung nicht mehr genug Komfort bot. An den Lederschnürschuhen hat sich trotzdem nichts geändert. Läufer, die diese Ski mit einer Originalität bis 1960 fahren, finden sich in der Kategorie 2 – genannt „Kandahar“. Die modernsten Oldies sind Fahrer mit Ski, Bindungen und Schuhen der Kategorie 3 mit ihren Ursprüngen bis 1970.

 

Die Tradition ist für alle da
In zwei Bewerben – Fernlauf und – Torlauf werden Damen und Herren je nach Kategorie getrennt und nach einem Punktesystem bewertet. Am Schluss ergeben sich so sechs Weltmeister, für die neben dem Rennen vor allem auch die Tradition und die Gaudi im Vordergrund steht. Jeder kann also dabei sein, egal ob als Zuschauer oder als Fahrer, wenn in Saalfelden Leogang einmal mehr das Alter und die Tradition mit jubelnden Gesichtern sportlich gefeiert werden.