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Der Müllerfuchs

Der Mühmühlfuchs, der alt‘ geistert in Feld und Wald. Nun ist er erlöst, schläft und döst und ruhet in Frieden!

Wenn nächtlich das riesige Antlitz eines riesigen Fuchses vom Gerstboden, im Saalfeldener Becken gelegen, strahlt, hat dies nichts mit irgendwelchen mystischen Ritualen oder religiösen Kulten zu tun. Es handelt sich hierbei im weitesten Sinne um ein Landschafts-Kultur-Projekt, das vom Architekten Ulrich Stöckl im Jahre 2009 ins Leben gerufen wurde. Der Ursprung dieses Projekts bildet eine Sage aus der Region.

Die Sage.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit versetzte im Bereich des Gerstboden ein Fuchs die Bürger in Angst und Schrecken. Die Überlieferung besagt, dass diesem verschlagenen Tier die unglückliche Seele eines gotteslästernden Müllers innewohnte, die jedoch in der Gestalt des Fuchses keinen Frieden fand. „Wenn i scho nach’m Tod noch was werden soll, war i am liabsten a Fuchs, des hab i mir schon längst oft denkt!“, soll der alte Mann schon zu Lebzeiten stets betont haben. Einige Wochen lang schürte das Tier mit seinem unerträglichen und ohrenbetäubenden Gejaule große Furcht innerhalb der Bevölkerung. Um dem ganzen Grauen ein endgültiges Ende zu setzen, beschlossen motivierte Gebietsjäger, sich des Problems anzunehmen und dem listigen Fuchs bzw. der bekümmerten Seele aufzulauern. Als die Jägerschaft den Müllerfuchs beinahe erwischte, konnte dieser jedoch durch seine Schläue die Flucht ergreifen. Erst als sich die Witwe des Müllers entschloss, sich auf eine andächtige Wallfahrt nach Maria Kirchental zu begeben, nahm der Spuk ein Ende. Die Seele des Müllers wurde befreit und der Fuchs wurde nie wieder gesehen.

Das Landschafts-Kultur-Projekt.

Ulrich Stöckls „Müllerfuchs vom Gerstboden“ ist ein sogenanntes Erdzeichen, das mithilfe eines original Pinzgauer Zaunes im Bereich des Saalfeldener Beckens verwirklicht wurde. Besonders beeindruckend ist der Anblick des – mit Neonlichtern ausgestatteten Konterfeis in klaren Nächten oberhalb der Region Saalfelden Leogang. Ob man dieses Bild vom Tal aus auf sich einwirken lässt oder ob man sich selbst zum legendären Originalschauplatz der Sage begibt, man wird durch den traditionellen Hintergrund dieses Projekts von der mystischen Wirkung des Müllerfuchses überwältigt sein. Sich dieser geheimnisvollen Atmosphäre in romantischen Nächten hinzugeben, scheint ein absolutes Muss eines Aufenthalts in Saalfelden Leogang zu sein.


Die Bedeutung von Schrotköpfe - Schrotlichter

Die Zimmermannskunst im Alpenraum hat über Jahrhunderte einen großen Qualitätsstandard. Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude im Alpenraum wurden mit gehackten Baumstämmen gezimmert. Die Verbindungen wurden qualitätsvoll ausgeführt, um die Festigkeit des Baues zu sichern. Diese Verbindungen wurden auch kunsthandwerklich gestaltet und mit Symbolen der vorchristlichen Zeit, der christlichen Zeit versehen.

Beispiele:

  • Die Tierköpfe an den Haus- und Balkonfirsten sind vorchristliche Zeichen für die Abwehr des Bösen. Diese Abwehrzeichen sollten das Böse vom Haus fern halten.
  • Christliche Zeichen wie das Kreuz (für den Glauben), das Herz (für die Liebe) fanden ebenfalls Eingang in dieser Handwerkskunst.
  • Handwerkzeuge des Zimmermannes, des Bergmannes waren ebenfalls Ausdruck des Selbstbewusstseins und der Identifikation der ausführenden Handwerker.

Hermann Mayrhofer
Kustos – Bergbau- & Gotikmuseum Leogang